Die Blende das zentrale Gestaltungsmittel
Die Blende das zentrale Gestaltungsmittel beeinflusst die Belichtung und die Schärfentiefe, was für beeindruckende Fotos entscheidend ist.
Die Blende
Was die Blende beeinflusst:
Die Blende hat zwei Hauptwirkungen auf dein Foto:
Im Modus M Belichtung (Helligkeit):
– Grosse Blendenöffnung (kleine Blendenzahl, z.B. f/1.8): Lässt viel Licht auf den Sensor und macht das Bild heller.
– Kleine Blendenöffnung (grosse Blendenzahl, z.B. f/11): Lässt wenig Licht auf den Sensor und macht das Bild dunkler.
Dies gilt im Modus A/Av nicht, die Belichtung wird automatisch nachgeregelt.
Schärfentiefe (Tiefenschärfe):
– Grosse Blendenöffnung (kleine Blendenzahl, z.B. f/1.8): Erzeugt eine geringe Schärfentiefe. Das bedeutet, dass nur ein kleiner Bereich (z.B. ein Portraitgesicht) scharf ist, während der Vorder- und Hintergrund unscharf werden (auch bekannt als Bokeh-Effekt).
– Kleine Blendenöffnung (grosse Blendenzahl, z.B. f/11): Erzeugt eine grosse Schärfentiefe. Das bedeutet, dass ein Grossteil des Bildes, vom Vorder- bis zum Hintergrund, scharf abgebildet wird (ideal für Landschaftsaufnahmen).
Die Blende ist Teil des Belichtungsdreiecks zusammen mit der Verschlusszeit (wie lange der Sensor belichtet wird) und dem ISO-Wert (Lichtempfindlichkeit des Sensors). Wenn Du die Blende änderst, musst Du oft auch die anderen beiden Werte anpassen, um eine korrekte Belichtung zu erzielen.

