iso-und-rauschen

So funktioniert ISO wirklich

Der Zusammenhang zwischen ISO und Rauschen

Wenn Du den ISO-Wert über die Basis-ISO hinaus erhöhst, passiert folgendes:
• Alles wird lauter: Du verstärkst das eigentliche Bildsignal, leider wird auch das elektronische Rauschen (die Störgeräusche im Bild) ebenfalls verstärkt. Deswegen wird das Bild „grobkörniger“ oder „verrauschter“.
• Dieses Rauschen besteht aus zwei Hauptteilen:
– Lichtrauschen (Shot Noise): Das ist wie ein natürliches „Grobkorn“ des Lichts. Es entsteht, weil Licht aus einzelnen Teilchen (Photonen) besteht. Das ist normal und unvermeidbar, vor allem wenn sehr wenig Licht auf den Sensor fällt.
– Ausleserauschen (Read Noise): Das ist das elektronische Rauschen, welches entsteht, wenn die Kamera das Signal aus den einzelnen Pixeln Deines Sensors ausliest. Bei sehr hohen ISO-Werten oder in den dunklen Schattenbereichen des Bildes wird dieses Rauschen durch die grosse Verstärkung richtig deutlich und stört das Bild.

ISO und Rauschen

Wichtige Warnung bei High ISO: 
Der Dynamikumfang

Wenn Du den ISO-Wert erhöhst, bekommst Du zwar ein helleres Bild, aber Du handelst Dir zwei Probleme ein: Rauschen und der Verlust an Dynamikumfang.
Der Dynamikumfang ist die Fähigkeit Deiner Kamera, gleichzeitig Details in den hellsten Lichtern (z.B. helle Wolken) und den dunkelsten Schatten (z.B. dunkle Ecken) festzuhalten.

Dynamik

1. Warum der Dynamikumfang mit dem ISO schrumpft

• Jedes Mal, wenn Du den ISO erhöhst, muss die Kamera das Lichtsignal verstärken (boosten).
• Diese Verstärkung führt dazu, dass die hellsten Bildbereiche (die Lichter) viel schneller an ihre Grenze stossen und keine Details mehr speichern können – sie „brennen aus“ (Clipping).
• Das bedeutet: Je höher der ISO, desto kleiner wird der Bereich zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Detail, das du noch aufnehmen kannst.

Verschlusszeit als Gestaltungsmittel?

Die Verschlusszeit 

Eine kleine Einführung zur Verschlusszeit

Als erstes der entscheidende Punkt: 
Wir verwenden überwiegend den Modus Zeitautomatik (auf vielen Kameras mit „A“ oder „Av“ für „Aperture Priority“ gekennzeichnet).

In diesem Modus sagst Du der Kamera: „Ich möchte die Blende selbst bestimmen.“ Die Kamera ist dann schlau genug, um die dazu passende Verschlusszeit automatisch einzustellen, damit Dein Bild korrekt belichtet wird.
Warum das so nützlich ist?
Mit der Blende behältst Du die kreative Kontrolle: Du entscheidest, was scharf sein soll. 
Nachdem Du die Blende gewählt hast, zeigt Dir die Kamera die entsprechende Verschlusszeit an.
Die Verschlusszeit beschreibt die Zeitdauer, für die der Kameraverschluss geöffnet bleibt, um Licht auf den Bildsensor oder Film fallen zu lassen. Diese Zeit wird in der Regel in Bruchteilen einer Sekunde (1/1000 s, 1/125 s) oder in ganzen Sekunden (1 s, 30 s) angegeben.

Verschlusszeit

Die Verschlusszeit hat zwei entscheidende Auswirkungen auf dein Bild

Schärfe: je kürzer die Verschlusszeit je schärfer wird das Bild.

Bewegungsdarstellung:

Kurze Verschlusszeiten (schnell, z.B. 1/500 s) frieren Bewegungen ein. Sie eignen sich ideal für Sport- oder Tieraufnahmen.

Lange Verschlusszeiten (langsam, z.B. 1/2 s oder länger) verwischen Bewegungen und erzeugen sogenannte Bewegungsunschärfe. Das nutzt man, um fliessendes Wasser weich darzustellen oder Lichtspuren in der Nacht festzuhalten.

Die Wahl der richtigen Verschlusszeit ist also essenziell, um die gewünschte kreative Bildwirkung zu erzielen.

Die Blende das zentrale Gestaltungsmittel.

Die Blende das zentrale Gestaltungsmittel

Die Blende das zentrale Gestaltungsmittel

Die Blende das zentrale Gestaltungsmittel beeinflusst die Belichtung und die Schärfentiefe, was für beeindruckende Fotos entscheidend ist.

Die Blende

Was die Blende beeinflusst:

Die Blende hat zwei Hauptwirkungen auf dein Foto:
Im Modus M Belichtung (Helligkeit):
– Grosse Blendenöffnung (kleine Blendenzahl, z.B. f/1.8): Lässt viel Licht auf den Sensor und macht das Bild heller.
– Kleine Blendenöffnung (grosse Blendenzahl, z.B. f/11): Lässt wenig Licht auf den Sensor und macht das Bild dunkler.
Dies gilt im Modus A/Av nicht, die Belichtung wird automatisch nachgeregelt.

Schärfentiefe (Tiefenschärfe):
– Grosse Blendenöffnung (kleine Blendenzahl, z.B. f/1.8): Erzeugt eine geringe Schärfentiefe. Das bedeutet, dass nur ein kleiner Bereich (z.B. ein Portraitgesicht) scharf ist, während der Vorder- und Hintergrund unscharf werden (auch bekannt als Bokeh-Effekt).
– Kleine Blendenöffnung (grosse Blendenzahl, z.B. f/11): Erzeugt eine grosse Schärfentiefe. Das bedeutet, dass ein Grossteil des Bildes, vom Vorder- bis zum Hintergrund, scharf abgebildet wird (ideal für Landschaftsaufnahmen).

Die Blende ist Teil des Belichtungsdreiecks zusammen mit der Verschlusszeit (wie lange der Sensor belichtet wird) und dem ISO-Wert (Lichtempfindlichkeit des Sensors). Wenn Du die Blende änderst, musst Du oft auch die anderen beiden Werte anpassen, um eine korrekte Belichtung zu erzielen.

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Die Schärfentiefe beschreibt den Bereich vor und hinter dem scharfgestellten Punkt in einem Foto, der ebenfalls als akzeptabel scharf wahrgenommen wird. Es ist nicht der gesamte Bereich, der scharf ist, sondern ein kontinuierlicher Übergang von absolut scharf zu unscharf. Das menschliche Auge kann jedoch einen gewissen Grad an Unschärfe nicht erkennen.

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